Die Politik spricht sich aller Orten für die massive Beschränkung von Kontakten in der Bevölkerung aus, die Schulen scheinen in den Betrachtungen aber weiterhin vernachlässigt zu werden. Deshalb hat sich die GEW Sachsen-Anhalt mit einem Offenen Brief an Ministerpräsident Reiner Haseloff gewandt, um dem Gesundheitsschutz an den Schulen endlich den notwendigen Stellenwert einzuräumen. Angesichts nach wie vor hoher Inzidenzwerte sollten Klassen geteilt, Risikogruppen vom Präsenzunterricht befreit und die Schulen schnellstens baulich und technisch nachgerüstet werden.
Seit Langem kämpft die GEW Sachsen-Anhalt für eine bessere Bezahlung der Grundschul-Lehrkräfte im Land. Inzwischen haben alle anderen östlichen Bundesländer die Bezahlung der Grundschul-Lehrkräfte nach E 13/A 13 eingeführt oder deren zeitnahe Einführung beschlossen. Um den Handlungsbedarf in Sachsen-Anhalt zu verdeutlichen, übergab die GEW vor dem Magdeburger Landtag rote „Anti-Stress-Herzen“ mit der entsprechenden Botschaft an Vertreter*innen von Landtagsfraktionen.
Vor knapp einem Jahr beschloss der Landtag von Sachsen-Anhalt, die Altersermäßigung bei der wöchentlichen Arbeitszeit der Lehrkräfte um zwei Lebensjahre hinauszuschieben. Die GEW Sachsen-Anhalt unterstützt nun eine Kollegin, die von dieser Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen direkt betroffen ist, in einem Normenkontrollverfahren. Damit soll geprüft werden, ob das Handeln der Landesregierung rechtlichen Grundsätzen entsprach.
Die GEW Sachsen-Anhalt vertritt die klare Auffassung, dass es für Schulen angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ein „Weiter so!“ nicht geben darf. Wenn offene Schulen aus bildungspolitischen und sozialen Gründen heraus höchste Priorität haben sollen, dann müssen Lehrkräfte und das pädagogische Personal wie auch die Kinder und Jugendlichen besonders geschützt werden. Ganz klar gilt der Grundsatz „Prävention geht vor Reaktion“. Die GEW erhebt folgende Forderungen gegenüber der Landesregierung:
Die Corona-Pandemie hat zu einer deutlichen Mehrbelastung an den Schulen geführt. Viele Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen arbeiten im Corona-Regelbetrieb mehr als vorher. Das sind erste zentrale Aussagen des „Sorgentelefons“, das die GEW Sachsen-Anhalt seit einigen Wochen zur Unterstützung der Schulen anbietet.