Ein wesentlicher Bestandteil in Kindertageseinrichtungen ist die Aufsichtspflicht. Um Gefahren vorzubeugen und die Aufsichtspflicht in Kitas nicht zu verletzen, müssen Pädagog*innen sich mit vielschichtigen Problematiken im Kitaalltag auseinandersetzen und dabei subjektive Einschätzungen außen vorlassen. Damit du dich in diesem Bereich sicher verhältst, bieten wir dir eine praxisnahe Fortbildung an.
„Sorgerecht für Pädagog*innen in Kindertageseinrichtungen“
Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen werden in ihrer täglichen Arbeit mit den verschiedensten Familienkonstellationen konfrontiert. Bei vielen ihrer Entscheidungen müssen sie mit den Sorgeberechtigten Rücksprache nehmen. Dafür ist wichtig zu wissen, wer für das betreffende Kind eigentlich sorgeberechtigt ist. Wie wirken sich Veränderungen innerhalb der Familie darauf aus? Welches Elternteil darf und muss über die Entwicklung des Kindes informiert werden? Darf der getrenntlebende Vater sein Kind aus der Einrichtung abholen? Können Erzieher*innen das Kind an die Lebensgefährtin des Vaters herausgeben?
Diese und viele andere Fragen tauchen in der täglichen Arbeit von Erzieher*innen in Kindertageseinrichtungen immer wieder auf. Deshalb bieten wir Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen eine Schulung zum Thema „Sorgerecht“ an. Die Veranstaltung soll einen gesetzlichen Überblick geben, über Auswirkungen von Familienkonstellationen auf den Arbeitsalltag informieren sowie Praxisbeispiele und die Möglichkeit zum Austausch geben.
Auch in diesem Jahr möchte die GEW Sachsen-Anhalt Schulungen für Schulpersonalräte anbieten. Wir haben diese Personalratsschulungen in etwas kleineren Präsenzveranstaltungen geplant.
Inhaltlich sollen die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten an Schulen im Mittelpunkt stehen. Wir gehen auf aktuelle Entwicklungen ein, werden Fragen beantworten und anhand von Fallbeispielen verschiedene Aspekte der Arbeit der Schulpersonalräte diskutieren. Unsere Referentinnen und Referenten sind erfahrene GEW-Personalräte bzw. Gewerkschaftssekretär*innen.
Das Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt schlägt in einem Modellprojekt 4+1 an zwölf Sekundar- und Gemeinschaftsschulen im Land eine 4-Tage-Woche vor. Der fünfte Tag soll für Praktika in Betrieben oder für digitalen Unterricht genutzt werden. Die Teilnahme am Modellversuch ist freiwillig und soll den Schulen mehr Flexibilität bei der Unterrichtsplanung und -durchführung geben. Die GEW Sachsen-Anhalt kritisiert diese Pläne scharf.
Vorgesehen ist nach Plänen des Bildungsministeriums, dass vier Tage die Woche der Unterricht in Präsenz stattfindet, am fünften Tag können zum Beispiel digitale oder hybride Formate für den Unterricht genutzt werden. Die Schüler*innen sollen die Möglichkeit erhalten, selbstorgansiert zu lernen sowie Firmen und Unternehmen besuchen, um praxisorientiert zu lernen. Das Modellprojekt bezieht sich scheinbar zunächst nur auf das Schuljahr 2022/2023 und soll vom Landesschulamt und vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung begleitet und evaluiert werden.
Der Wahlausschuss für die 9. Landesdelegiertenkonferenz der GEW Sachsen-Anhalt hat sich am 20.06.2022 konstituiert. Die Wahlen erfolgen auf der 9. Landesdelegiertenkonferenz, die für den 25./26. November 2022 in Magdeburg einberufen wurde.
Gemäß § 21 Nr. 2 der Satzung der GEW Sachsen-Anhalt vom 23. November 2018 werden folgende Vorstandsbereiche gewählt:
Grundschulverband, Lehrerhauptpersonalrat und GEW Sachsen-Anhalt veröffentlichen Zwischenbericht
Der Grundschulverband, der Lehrerhauptpersonalrat und die GEW Sachsen-Anhalt haben Ende März 2022 einen Zwischenbericht zu Lernentwicklungsgesprächen in der Schuleingangsphase vorgelegt. Das Ziel sollte die Arbeitserleichterung für die Lehrkräfte an den Grund- und Förderschulen durch den Ersatz der Halbjahreszeugnisse sein. Im Herbst 2021 wurde beschlossen, ein Modellversuch dazu an 30 Schulen zum Halbjahr 2021/2022 durchzuführen. Aus verschiedenen Gründen konnte dieser Versuch aber in Abstimmung mit dem Bildungsministerium leider nicht umgesetzt werden.
Nach einem Arbeitstreffen der Arbeitsgruppe mit dem Staatssekretär Diesener und Vertreter*innen des Landeschulamtes wurden folgende Punkte abgestimmt:
Mehr Anerkennung für Grundschullehrkräfte durch E 13/A 13
Am Donnerstag, dem 23. Juni 2022, hat die GEW Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Grundschullehrkräften die Landtagsabgeordneten vor dem Parlament in Magdeburg an ihrem letzten Arbeitstag vor der Sommerpause in Empfang genommen. Ziel war die Übergabe von Informationsflyern zur GEW-Aktion „Packt‘s endlich!“, die für eine bessere Bezahlung von Grundschullehrkräften wirbt.
Die Begrüßungsaktion der Landtagsabgeordneten kurz vor ihrer Sommerpause machte noch einmal auf den Missstand aufmerksam, dass die Grundschullehrkräfte in Sachsen-Anhalt nach wie vor schlechter bezahlt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen in den Nachbarbundesländern. Seit Jahren kämpft die GEW Sachsen-Anhalt dafür, dass die Lehrkräfte an den Grundschulen dieselbe Anerkennung erhalten und dass tarifbeschäftigte Lehrkräfte nach Entgeltgruppe E 13 sowie verbeamtete Lehrkräfte gemäß der Besoldungsgruppe A 13 vergütet werden.
Das kommende Schul- und Ausbildungsjahr 2022/23 ist unzureichend vorbereitet. Kurz vor den Sommerferien hat die GEW Sachsen-Anhalt einen Forderungskatalog erstellt, um Bedingungen für ein gutes Bildungsjahr zu schaffen.
Das neue Schul- und Ausbildungsjahr droht so zu beginnen, wie das alte Jahr endet: mit zusätzlicher Belastung, mehr Arbeit, einer in weiten Teilen unzureichenden digitalen Ausstattung und weiterhin Sorge um die persönliche Gesundheit. Die Kolleginnen und Kollegen in Schulen, Kita und Hochschulen arbeiten sehr engagiert, jedoch kann alles Engagement Lücken bei der Ausstattung und eine unzureichende Vorbereitung des neuen Schul- und Ausbildungsjahres nicht wettmachen. Hier sind Arbeitgeber bzw. Dienstherren gefragt, umgehend die Voraussetzungen für bessere Arbeit zu schaffen. „Vor allem gilt es, die bestehenden Mangelsituationen durch kurzfristige, schnelle und auch unorthodoxe Maßnahmen zu beseitigen und dafür endlich Geld in die Hand zu nehmen“, sagt die Landesvorsitzende Eva Gerth.
Es wird Zeit für einen kleinen gewerkschaftlichen Sommerausflug. 😊 Der Bodensee ist nicht nur sehr schön und super zum Baden – unsere Kolleg*innen der DGB-Jugend Baden-Württemberg verfügen dort auch über eine sehr coole Camping-Anlage. Jedes Jahr findet dort u. a. das „Union Camp“ statt. Dieses Event ist ein Get-together der Gewerkschaftsjugendlichen aller Mitgliedsgewerkschaften und z. T. auch mit befreundeten Organisationen aus dem nahen Ausland.
In diesem Jahr ist der Termin vom 22. bis 24. Juli (Fr.-So.).